UNLEASH 2025: Hannover wird zum Hotspot für Startup-Innovation

Am 26. Juni 2025 wurde Hannover erneut zum Treffpunkt für Visionärinnen, Gründerinnen und Innovationsbegeisterte: Die zweite Ausgabe der UNLEASH Startup-Convention zog rund 750 Gäste an und verwandelte das Areal rund um den Raschplatz für einen Tag in ein lebendiges Zentrum der Zukunft. Mit einem inhaltlich breiten und inspirierenden Programm setzte das Event neue Maßstäbe für Innovationskultur und Vernetzung in der Region. Drei Bühnen bildeten den Rahmen für Diskussionen, Impulse und Ideen rund um Themen wie Health, Agritech, Science und Future Tech. Von spannenden Panels über Keynotes bis hin zu Pitch-Sessions und einer ausgelassenen Afterparty zeigte sich das Startup-Ökosystem Hannovers so vielfältig und dynamisch wie nie zuvor.

Gleich zu Beginn führte TV-Moderator Amiaz Habtu, bekannt aus der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“, mit viel Charme und Gespür für Unternehmergeist durch das Tagesprogramm – ein echtes Highlight für das Publikum. Ergänzt wurde der Auftakt durch die Keynote von Innovationsberater und InoventiQ-CEO Stephan Jung, der aufzeigte, wie wichtig strategisches Denken und kreative Führung für den Wandel sind. Zu den weiteren Höhepunkten zählten die Lightning Talks auf der Science Stage, die Reverse Pitches auf der Community Stage und eindrucksvolle Redebeiträge von Persönlichkeiten wie Tijen Onaran und Ijad Madisch. Onaran betonte eindringlich, wie essenziell Sichtbarkeit, Mut und eine klare Haltung für Gründer*innen in unsicheren Zeiten sind. Madisch wiederum erinnerte mit der Geschichte seines Wissenschaftsnetzwerks ResearchGate daran, dass Innovation oft dort entsteht, wo Menschen an ihren Visionen festhalten – auch gegen Widerstände.

Ein besonderes Beispiel für den Dialog zwischen Tradition und Aufbruch bot das Format „Klassiker trifft Newcomer“ der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V., das Startups und Vertreter*innen der niedersächsischen Wirtschaft direkt zusammenbrachte. Dieser Austausch offenbarte eindrucksvoll das Potenzial generationenübergreifender Zusammenarbeit und neuer Kooperationen. Die UNLEASH 2025 wurde getragen von einem starken Netzwerk, bestehend aus hannoverimpuls, der Landeshauptstadt Hannover, der Medizinischen Hochschule Hannover, VentureVilla, RootCamp, der Sparkasse Hannover, Die Recken, Heise Horizons und vielen weiteren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gründerszene. Sie alle eint das Ziel, die Sichtbarkeit von Gründungen, Talenten und zukunftsorientierten Ideen weiter zu stärken – direkt im urbanen Raum. Nach dem eindrucksvollen Erfolg dieser zweiten Ausgabe steht fest: Die UNLEASH hat sich als bedeutendes Innovationsformat etabliert. Die Planungen für 2026 laufen bereits auf Hochtouren.

Foto Kevin Münkel/hannoverimpuls
Text Corinna Marwede, hannoverimpuls

In den Sommerferien das Taschengeld aufbessern

Niedersachsen hat schulfrei – und viele Jugendliche bessern jetzt mit Ferienjobs ihr Taschengeld auf. Arbeiten die Schülerinnen und Schüler nur innerhalb der Sommerferien, dann ist es egal, wie viel sie verdienen: Sie kassieren brutto für netto und zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover jetzt mit.

Für einen Ferienjob vereinbaren Schülerinnen und Schüler mit ihren Arbeitgebern in der Regel eine kurzfristige Beschäftigung. Dann gilt der Vertrag für längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage. Dieser Zeitraum sollte auch bei mehreren Beschäftigungen in einem Kalenderjahr nicht überschritten werden, sonst fallen auf

den kompletten Verdienst Sozialabgaben an. Auch wer jetzt seinen Schulabschluss in der Tasche hat, muss aufpassen: Für einen typischen Ferienjob müssen die Jugendlichen nachweisen, dass sie im nächsten Semester ein Studium beginnen. Andernfalls wird auch ein Ferienjob versicherungspflichtig unabhängig von dessen Dauer.

Text Gabriele Wallbaum
Foto von Jakub Żerdzicki auf Unsplash

Herausforderung, Naturerlebnis und sportlicher Erfolg: Brockenaufstieg, begeistert mit Rekordstimmung im Harz

Braunlage – Strahlender Sonnenschein, volle Startfelder und ein sportliches Naturerlebnis, das seinesgleichen sucht: Der diesjährige Brockenaufstieg 2025, organisiert von Nicolai Fleischer aus Göttingen und seinem familiengeführten Team, war ein voller Erfolg. Am frühen Samstagmorgen starteten 330 ambitionierte Wanderinnen und Wanderer in Braunlage, um sich auf zwei fordernden Distanzen dem höchsten Punkt Norddeutschlands zu stellen – dem Brocken.

Die 55-Kilometer-Distanz mit 1.280 Höhenmetern wurde von 120 Teilnehmenden in Angriff genommen – 105 von ihnen erreichten nach durchschnittlich 10 bis 11 Stunden das Ziel. Auf der 35-Kilometer-Strecke mit 870 Höhenmetern gingen 210 Wanderbegeisterte an den Start; 178 von ihnen meisterten die Route in 5 bis 8 Stunden. Allen Finishern wurde auf dem Gipfel ein Erinnerungsfoto überreicht – ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung. Versorgt wurden die Sportlerinnen und Sportler an den professionell organisierten Stationen in Torfhaus und Schierke mit Getränken, energiereichen Snacks und einer Extraportion Motivation – auch dank engagierter Helferinnen und Helfer sowie einem hervorragend organisierten Radsupport. Besonders bei den heißen Temperaturen sorgten Sprühflaschen für wohltuende Erfrischung, während das DRK Braunlage mit ruhiger Kompetenz kleinere hitzebedingte Beschwerden behandelte. Alle Wanderer konnten ihre Tour fortsetzen.

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch treue Sponsoren, darunter Bad Harzburger Mineralbrunnen, Autohaus Hermann, Quattek und Partner, Pino, Multipower, Otto Hebestriet, Brockenwirt und die Stadt Braunlage. Ihre Beiträge – von Getränkelogistik bis Parktickets – machen den Brockenaufstieg seit Jahren zu einem sportlichen Highlight im Harz.

Nach einem erlebnisreichen Tag feierten die Teilnehmenden ihren Erfolg im Zielbereich in Braunlage – mit Medaillen, kühlen Getränken und einem gemeinsamen Grillfest.Veranstalter Nicolai Fleischer zeigte sich überwältigt: „Das war die beste Veranstaltung der letzten Jahre – ein großartiges Gemeinschaftserlebnis!“

Bereits jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Jubiläum: 25 Jahre Brockenaufstieg – im Juni 2026. Ein Jubiläum, das Großes verspricht.

Foto Brockenaufstieg und Mehle-Hundertmark
Text Wandersportevent Brockenaufstieg

Wälder im Wandel: Standardisierte Daten sollen besseren Naturschutz ermöglichen

Hannover/Hann. Münden. Käfer, Schmetterlinge, Fledermäuse – in Niedersachsens Wäldern gibt es eine Vielzahl heimischer Tierarten. Der Lebensraum Wald ist zunehmenden Veränderungen ausgesetzt, auch durch menschlichen Einfluss. Dies wirkt sich auf die Artenvielfalt aus. Mit dem „Niedersächsischen Weg“, einer seit 2020 bestehenden Vereinbarung zwischen Politik, Landwirtschaft und Umweltverbänden, hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, die Biodiversität in Niedersachsen im Einklang mit den Flächenbewirtschaftenden zu schützen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist ein landesweit standardisiertes und langfristiges Biodiversitäts-Monitoring. Dazu werden der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) eng kooperieren.

„Um den Trend des fortschreitenden Biodiversitätsverlustes umzukehren, braucht es ein landesweites standardisiertes und langfristiges Biodiversitäts-Monitoring. Nur so können Veränderungen erkannt und ihre Ursachen verstanden werden, um effektive Schutz- und Managementmaßnahmen abzuleiten“ erläutert Dr. Jakob Fahr, Leiter des Aufgabenbereichs Landesweiter Artenschutz im NLWKN.

Der NLWKN und die NW-FVA haben jeweils damit begonnen, ein landesweites standardisiertes und langfristiges Biodiversitäts-Monitoring in Niedersachsen aufzubauen. So setzt der NLWKN die standardisierte Erfassung von Heuschrecken und Tagfaltern um. Die NW-FVA führt das Biodiversitäts-Monitoring in Wäldern mit natürlicher Entwicklung und vergleichbaren bewirtschafteten Wäldern durch.

„Im Sinne des Niedersächsischen Weges stimmen wir mit dem NLWKN die Bausteine des Biodiversitäts-Monitorings eng aufeinander ab“, erläutert Dr. Peter Meyer, Leiter der Abteilung Waldnaturschutz der NW-FVA und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung. Die vereinbarte Zusammenarbeit zielt darauf ab, Expertisen und Zuständigkeiten zum wechselseitigen Vorteil zu nutzen, Erfassungsmethoden zu harmonisieren und möglichst an bundesweite Standards anzugleichen.

„Selbst für mitteleuropäische Wälder ist die Datenlage zu Wirbellosen, Fledermäusen, Pilzen und anderen Organismen und ihren jeweiligen Lebensraumansprüchen unzureichend. Großflächig repräsentative und standardisierte Zeitreihen fehlen“, berichtet Dr. Jonas Hagge, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Waldnaturschutz an der NW-FVA.

In Niedersachsen sind 25 Prozent der Landesfläche bewaldet, davon befinden sich 28 Prozent im Besitz des Landes Niedersachsen. Im Landeswald wurden für das Biodiversitäts-Monitoring insgesamt 205 Stichprobenflächen ermittelt. Auf den Stichprobenflächen werden im Turnus von fünf Jahren holzbewohnende Käfer, bodenbewohnende Käfer und Spinnen, Wanzen, Vögel, Fledermäuse und Pilze sowie Daten zum Mikroklima und zur Waldstruktur erhoben.

„Die Erfassung verschiedener Artengruppen in Wäldern ist ein wichtiger Bestandteil des niedersächsischen Biodiversitäts-Monitorings“, betont Dr. Fahr. „Es liefert Daten zur Artenvielfalt und zu Bestandstrends von Arten im Landeswald und damit wertvolle Informationen, beispielsweise für die Aktualisierung von Roten Listen.“

Das Monitoring der NW-FVA begann in Niedersachsen in 2022/2023 mit einer Pilotphase, die durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über das Maßnahmenpaket Stadt-Land-Zukunft gefördert wurde.

NLWKN und NW-FVA beteiligen sich am Projekt „Klima.Zukunftslabor DIVERSA“

NLWKN und NW-FVA vertiefen ihre Zusammenarbeit auch beim „Klima.Zukunftslabor DIVERSA“. Dabei handelt es sich um ein auf sechs Jahre ausgelegtes Forschungsprojekt, das mit Mitteln aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Volkswagen Stiftung gefördert wird. Ziel dieses Projektes ist es, das natürliche Anpassungspotenzial von Wäldern gegenüber den Folgen des Klimawandels zu untersuchen. „Ein besseres Verständnis der natürlichen Anpassungsfähigkeit unserer Wälder an den Klimawandel liefert einen wichtigen Beitrag für ein klimaresilientes Waldmanagement“, betont DIVERSA-Sprecher Dr. Hagge. Der NLWKN stellt für das Vorhaben Daten des Niedersächsischen Tierarten-Erfassungsprogramms zur Verfügung.

Hintergrundinformation:
Der NLWKN überwacht in seiner Funktion als Fachbehörde für Naturschutz den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität. Er führt im Rahmen der europäischen Vogelschutz- und FFH-Richtlinie bereits Monitoring-Programme zu Vögeln, FFH-Arten sowie FFH-Lebensraumtypen für das Land Niedersachsen durch. Im Bereich Insekten-Monitoring setzt der NLWKN Module zur Erfassung von Heuschrecken sowie von Tagfaltern als Beiträge für ein bundesweites Insekten-Monitoring um, die aber auch dazu dienen, die Entwicklung der Insektenvielfalt auf Landesebene beurteilen zu können. Weitere Komponenten des landesweiten Insekten-Monitorings sind in Planung.

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung und Dienststelle der Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Sie betreibt praxisnahe Forschung im Wald und berät in den beteiligten Ländern Waldbesitzende, Forstbetriebe, Verwaltungen und die Politik. Die Abteilung Waldnaturschutz der NW-FVA ist in diesen vier Ländern für das Biodiversitäts-Monitoring in den Wäldern mit natürlicher Entwicklung zuständig. Sie hat eine lange Tradition in der Naturwaldforschung und ist an der Konzeption und Entwicklung bundesweiter Monitoring-Programme zur Biodiversität beteiligt.

 

Text Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Bild David Singer 

 

 

Bewerbungsphase für den Innovationspreis der Region Göttingen Northeim abgeschlossen

Mit Abschluss der Bewerbungsphase für den renommierten Innovationspreis der Region Göttingen Northeim geht ein bedeutsamer Meilenstein zu Ende. Der Wettbewerb, der längst über die Grenzen Südniedersachsens hinaus hohe Anerkennung genießt, konnte auch in diesem Jahr eine beeindruckende Zahl an Einreichungen verzeichnen. Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region Göttingen Northeim und der ganzen Bundesrepublik haben ihre innovativen Projekte präsentiert und dabei die große Bedeutung des Preises unterstrichen. Unter dem diesjährigen Motto „Lass Ideen leuchten“ sind insgesamt 130 Bewerbungen für den 23. Innovationspreis Region Göttingen Northeim bei der Wirtschaftsförderung Region Göttingen Northeim GmbH (WRGN) eingereicht worden. Die Bewerbungsfrist endete am 15. Juni 2025.

Die Bandbreite der Wettbewerbsbeiträge ist auch in diesem Jahr groß und reicht von einer Software zur Erkennung KI generierter Medien und Deepfakes über eine Plattform zur Medikamentenentwicklung an funktionalem menschlichem 3D-Gewebe bis hin zu einer (Strand-)Korbsauna. Unter den Teilnehmenden sind junge Gründerinnen und Gründer, mittelständische Betriebe, weltweit agierende Konzerne und soziale Einrichtungen.

Die 130 Bewerbungen wurden den folgenden drei Kategorien zugeordnet: 51 Bewerbungen in der Kategorie „Gründer*innen und Jungunternehmer*innen (bis 2 Jahre nach Gründung)“, 52 Bewerbungen in der Kategorie „Unternehmen bis 20 Mitarbeiter*innen“ sowie 27 Bewerbungen in der Kategorie „Unternehmen über 20 Mitarbeiter*innen“. Die Bewertung durch die Jury erfolgt anhand der drei Bewertungskriterien „Alleinstellungsmerkmal der Innovation“, „Wirtschaftlicher Erfolg“ und „Volkswirtschaftlicher Effekt“.

 WRGN Geschäftsführer Marc Diederich hat die Bewerbungen bereits gesichtet: „Eine erste Zusammenstellung zeigt, dass die Innovationen vielseitige Ansätze und Lösungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimawandel und Fachkräftemangel bieten. Auf die Jury, die aus Expert*innen aus neun Kompetenzfeldern besteht, kommt wie immer keine leichte Aufgabe zu“, so Diederich. „Die Qualität und die Anzahl der Bewerbungen zeugt von ungebrochenem Innovationsgeist unserer Region.“ und Insgesamt werden die Jurymitglieder zehn Geldpreise in Höhe von 30.000 Euro vergeben (Anm.: ohne Klima-IP). Der Innovationspreis der Region Göttingen Northeim wird in diesem Jahr bereits zum 23. Mal verliehen. Schon seit vielen Jahren dabei sind die Sponsoren, wie die Sparkassen aus Göttingen, Duderstadt, Einbeck, Northeim und Osterode am Harz sowie die EAM.

In diesem Jahr werden die Gäste am Abend der Preisverleihung erneut einen Publikumspreis bestimmen, der vom MEKOM Regionalmanagement in Osterode in Höhe von 2.000 Euro gestiftet wird. Die fünf starken Partner des Innovationspreises sind die Wirtschaftsförderung der Region Göttingen Northeim (WRGN), der Landkreis Göttingen, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), die Stadt Göttingen und seit 2024 der Landkreis Northeim.

Die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 20. November 2025 ab 18 Uhr in der Stadthalle Göttingen bekannt gegeben. Bevor die Gewinner*innen des Innovationspreises Göttingen 2025 gekürt werden, gibt es die exklusive Gelegenheit, die Bewerber*innen und ihre innovativen Ideen hautnah zu erleben. Am Tag der Preisverleihung verwandelt sich die Stadthalle Göttingen von 16 bis 18 Uhr in eine Messe der Innovationen. An vielfältigen Ständen präsentieren die Bewerber*innen ihre Projekte, Produkte und kreativen Lösungen.

Diese einzigartige Plattform kann genutzt werden, um direkt mit den Ideengebern ins Gespräch zu kommen, spannende Entwicklungen aus erster Hand zu entdecken und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Eingeladen sind: Unternehmen, Investor*innen, Bildungseinrichtungen oder einfach Innovationsbegeisterte – die Messe bietet Inspiration, Austausch und die Chance, Teil eines starken Netzwerks zu werden. Der Eintritt ist frei – wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen! Zusätzlich verleiht das Niedersächsische Umweltministerium den landesweiten und mit 10.000 Euro dotieren „Klima-Innovationspreis Niedersachsen“. Insgesamt 51 Unternehmen aus Niedersachsen haben sich für diesen Preis, der besondere Beiträge zur klimaneutralen Wirtschaft prämiert, beworben.

Text/Bild @ Innovationspreis Region Goettingen Northeim

 

Kirschenernte: Schöne, süße Früchte von bester Qualität erwartet

Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Aufgrund der sonnigen Wochen nach der Blüte sind die Kirschen besonders schmackhaft

Jork/Oldenburg – In Niedersachsen hat die Kirschenernte begonnen – ähnlich wie 2024 deutlich früher als im langjährigen Durchschnitt. Dies hängt vor allen mit der wiederum sehr frühen Blüte Anfang April zusammen. Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) erwarten leicht unterdurchschnittliche Erträge bei den späteren Sorten Kordia und Regina. Die Ernte der in diesem Jahr sehr ertragreichen Frühsorten hat bereits begonnen.

„Wir rechnen mit 10 bis 12 Tonnen Kirschen pro Hektar, das sind etwa 12 bis 15 Kilogramm pro Baum“, sagte Martin Kockerols, Steinobst-Berater der zur LWK gehörenden Obstbauversuchsanstalt, am Freitag (20.06.2024) in Jork (Kreis Stade). Nur länger anhaltender Regen oder Hagel könnten die positiven Aussichten auf eine gute Ernte zumindest teilweise noch trüben.

Geschützt unter Dächern

Um solche negativen Einflüsse auszuschalten, werden Kirschen überwiegend in sogenannten Dachanlagen angebaut. 75 bis 80 Prozent der an der Niederelbe angebauten Süßkirschen sind laut LWK mittlerweile überdacht – Tendenz steigend. Eine solche Anlage kostet pro Hektar inzwischen deutlich mehr als 100.000 Euro.

Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Unter dem Regenschutz platzen die Früchte nicht auf und können daher besser ausreifen – und sind somit leckerer. Hinzu kommt, dass sie glänzender aussehen und haltbarer sind. Zudem lassen sich die Dachanlagen leichter mit Netzen gegen die beiden bedeutendsten Schädlinge – die Kirschfruchtfliege und die Kirschessigfliege – schützen.

„Kordia“ und „Regina“ ab Juli in der Ernte

 Die Haupternte mit den beiden wichtigsten Sorten „Kordia“ und „Regina“ beginnt in wenigen Tagen. Als spätes Anbaugebiet ist es für die niedersächsischen Kirschbetriebe deutlich lohnender, überwiegend die späten, festen Sorten wie „Kordia“, „Areko“, „Henriette“ und „Regina“ anzubauen, da zu diesem Zeitpunkt die Importe aus Südeuropa nachlassen.

Bewahrheitet sich Kockerolsʼ Vorhersage, werden in diesem Jahr rund 4.500 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen geerntet werden – vorwiegend im Alten Land: An der Niederelbe stehen auf gut 450 Hektar (ha) Fläche Süßkirschen. Landesweit bauen nach Angaben des Landesamts für Statistik knapp 240 Betriebe auf 484 Hektar Kirschen an (Stand: 2022). Verbraucher/-innen können die leckeren Früchte direkt ab Hof, auf den Wochenmärkten oder auch teilweise in den regionalen Supermärkten kaufen.

Deutschlandweit bauen 6.600 Betriebe auf rund 5.500 ha Kirschen an. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 30 bis 50 Prozent wird ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Süßkirschen importiert. Hauptlieferanten sind die Türkei, Griechenland, Spanien und Italien.

Die niedersächsischen Betriebe erhoffen sich für ihre qualitativ hochwertigen Früchte auskömmliche Preise, um die vor allem durch den kontinuierlich steigenden Mindestlohn die immer höheren Produktionskosten zu kompensieren.

Text LKW Niedersachsen
Foto Kockerols/Landwirtschaftskammer Niedersachsen 

Niedersächsischer Startup Monitor 2025 belegt die Attraktivität des Startup-Standortes und zeigt Potenzial für die Weiterentwicklung auf

WIRTSCHAFTSMINISTER TONNE: „DIE BASIS FÜR EINE FUNKTIONIERENDE STARTUP-SZENE IN NIEDERSACHSEN IST GELEGT, JETZT GEHEN WIR IN DIE NÄCHSTE PHASE.“

 

Seit heute liegt der jährlich erscheinende Startup Monitor Niedersachsen 2025  vor. Der Report liefert umfassende Einblicke in die Entwicklung des Startup-Ökosystems in Niedersachsen auf Grundlage der Zahlen aus dem Jahr 2024. Der anhaltende Aufschwung der letzten Jahre zeigt: Niedersachsen hat eine gute Basis für die Unterstützung von Startups geschaffen. Das heißt es nun weiterzuentwickeln – Niedersachsen hat noch mehr Potenzial. 

Die Kernergebnisse des Startup Monitor 2025 in Kürze:

 

  1. Anhaltenden Aufschwung in Niedersachsen: Im Jahr 2024 wurden 154 neue Startups gegründet, was einer Wachstumsrate von 11,6 % in den vergangenen zwei Jahren entspricht.
  2. Überdurchschnittlicher ländlicher Raum: Besonders bemerkenswert ist, dass mittlerweile zwei Drittel aller Neugründungen außerhalb der Großstädte stattfinden, womit Niedersachsen deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.
  3. Starke Frauen in Startups: Der Anteil der weiblichen Gründerinnen liegt mit 20 % knapp über dem bundesweiten Durchschnitt. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass fast 40 % der Mitarbeitenden in Startups Frauen sind.
  4. Verbesserter Zugang zu Kapital: Die Anzahl der Finanzierungsrunden steigt um 12 %. Der Kapitalbedarf ist jedoch deutlich gestiegen. Mehr als die Hälfte der Startups benötigt über 500.000 Euro innerhalb der nächsten 12 Monate.

 

Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen kommentiert diese Ergebnisse wie folgt: „Startups in Niedersachsen spielen mit ihrer Innovationskraft und Zukunftsorientierung eine wichtige Rolle für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen. Der Aufschwung der Startup-Szene bestätigt sich mit nochmals gestiegenen Gründungszahlen gegenüber dem Vorjahr. Dank der Digitalisierung kommt mittlerweile ein Großteil aus dem ländlichen Raum. Der Zugang zu Risikokapital konnte verbessert werden, das belegt die Attraktivität des niedersächsischen Startup-Standortes. Wir nehmen den steigenden Kapitalbedarf der Szene für Anschlussfinanzierungen wahr und arbeiten intensiv daran, den Zugang zu größeren Kapitalvolumina und strategischen Partnerschaften weiter zu verbessern. Wir gehen den nächsten Schritt und setzen den positiven Trend fort.“

Über den Niedersächsischen Startup Monitor: Der Niedersächsische Startup Monitor wird jährlich von der Startup-Initiative bei Niedersachsen.next und der NBank in Zusammenarbeit mit Startupdetector GmbH im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen herausgegeben. Der Bericht liefert wichtige Daten und Analysen, die zur Formung politischer und wirtschaftlicher Strategien im Bundesland beitragen.

Text Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen 
Foto Daniel Korpai auf Unsplash  

1. Juni 2025: UNESCO-Welterbetag und 500 Jahre Bauernkrieg im Kloster Walkenried – Sonderführungen durch die Kirchenruine

Am 1. Juni 2025 feiern die 54 Welterbestätten in Deutschland bereits zum 20. Mal den UNESCO-Welterbetag! Das Kloster Walkenried, ältester Teil des UNESCO-Welterbes im Harz, nutzt diese Jubiläum, um an den 500. Jahrestag des Bauernkrieges zu erinnern. 

Auch in Walkenried hinterließen die Verwüstungen des Bauernkrieges ihre Spuren. Vor 500 Jahren stürmten hunderte aufständische Bauern das Kloster, besetzten und plünderten es. Die Zerstörung des Dachreiters leitete letztendlich den Verfall der gotischen Klosterkirche ein.

Im Mittelpunkt der Sonderführungen durch die Kirchenruine Uhr steht daher die Geschichte der Klosterkirche vom Bauernkrieg bis in die Gegenwart. Dabei wird die Beschädigungen und den Verfall des Kirchenbaus sowie die Entwicklung der denkmalpflegerischen Maßnahmen vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit ins Blickfeld gerückt. Die Führungen finden am 1. Juni um 12.00 Uhr und um 15.15 Uhr statt.

 

Save the date – Geschichtsinteressierte aufgepasst: Michael Reinboth, Vorsitzender des Walkenrieder Geschichtsvereins, referiert am 19. Juni um 18 Uhr in seinem Vortrag „Der Bauernkrieg am Südharz und seine Auswirkungen auf das Kloster Walkenried“ über die Geschehnisse des Jahres 1525 und die bewegte Geschichte des Klosters vor und nach dem Bauernkrieg. Der Vortrag findet im Kapitelsaal des Klosters Walkenried statt.

Am 1. Juni wird neben dem Welterbetag auch der Internationalen Kindertag gefeiertAnlässlich dieses besonderen Feiertags für Kinder lädt das ZisterzienserMuseum um 11.00 Uhr zu der Familienführung „Kleine Mönche auf Zeit“ ein. Kleine und große Gäste gehen dabei gemeinsam auf Entdeckungstour durch das mittelalterliche Kloster und erfahren, wo die Mönche gelebt, gebetet und gearbeitet haben. Kinder können dabei in Mönchskutte schlüpfen und selbst zu kleinen Mönchen werden! Eine spannende Zeitreise ins Mittelalter für Familien mit Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren.

 

Der Eintritt in das ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried ist am 1. Juni frei. Die Teilnahme an den Führungen durch die Kirchenruine und an der Familienführung kostet 4 € pro Person. Eine Anmeldung spätestens einen Tag vor ist erforderlich, eine kurzfristige Anmeldung ist möglich, wenn noch Plätze frei sind.

 

Sonderführungen durch die Kirchenruine: 1. Juni 2025 um 12.00 & 15.15 Uhr

Familienführung „Kleine Mönche auf Zeit“: 1. Juni 2025 um 11.00 Uhr

Dauer: jeweils ca. 1 Stunde

Kosten: 4 €, Museumseintritt frei

Anmeldung: Anmeldung spätestens einen Tag vorher

 

Bild/Text © Kloster Walkenried -Wendy Eixler M.A. & UNESCO

 

Erwartungen Übertroffen. 15.000 Gäste bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen 2025

Nach zehn intensiven Festspieltagen sind die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen am vergangenen Sonntag mit der Dernière der Festspieloper „Tamerlano“ zu Ende gegangen. Rund 15.000 Besucherinnen und Besucher haben die insgesamt 94 Veranstaltungen der Festspiele in diesem Jahr besucht, rund 25 Prozent mehr als im letzten Jahr. Neben dem deutlich gewachsenen Zuspruch bei den kostenfreien Angeboten wurden auch die erwarteten Einnahmen durch Kartenverkäufe übertroffen. „Die diesjährigen Festspiele waren noch mehr als in den vergangenen Jahren Festspiele für alle“, so der Geschäftsführende Intendant Jochen Schäfsmeier.

Bei den Konzerten in der Stadthalle und der Aula der Universität gab es einen Zugewinn von jeweils ca. 200 Gästen. Etwa 100 Gäste mehr als im letzten Jahr besuchten die Kammerkonzerte in Göttingen. Besonderen Anklang fanden auch die zahlreichen kostenfreien Formate: Bei den Lunchkonzerten gab es ein Plus von rund 260 Gästen. „Der Rollende Georg“ erreichte in Göttingen und den Regionalspielorten knapp 1500 Menschen, 550 mehr als im letzten Jahr. Auch das Angebot für Kinder und Familien wurde erfolgreich angenommen: Der Kindertag, der in diesem Jahr in und um die St. Johannis-Kirche stattfand, konnte seine Besucherzahl im Vergleich zu 2024 verfünffachen. Die Familienfassung der Festspieloper „Tamerlano“ im Deutschen Theater war ausverkauft. Die regulären Vorstellungen der Oper waren zu rund 90 Prozent ausgelastet. Das Eröffnungsoratorium „Solomon“ wurde als Gastspiel in der Hamburger Elbphilharmonie aufgeführt und dort von rund 2000 Gästen gesehen.

Für die Region wünscht sich Jochen Schäfsmeier, „dass es in Zukunft noch besser gelingt, Festspielstimmung zu erzeugen. Die Begeisterung beim Publikum war groß und dieser Funken darf gerne auf jene überspringen, die dieses Jahr nicht dabei waren.“ Neben Duderstadt, Einbeck, Herzberg am Harz und Hann. Münden veranstalteten die Festspiele in diesem Jahr auch wieder Konzerte in Friedland und Scheden.

Gekrönt von Erfolg

Thematisch standen die Händel-Festspiele in diesem Jahr unter dem Motto „Lorbeeren“. Es ging um Auszeichnungen, Ruhm und Ehre, Macht und Pracht aber auch um die damit verbundenen Schattenseiten, die die italienische Regisseurin Rosetta Cucchi in der Festspieloper „Tamerlano“ packend inszeniert hat. „Seht, zu spotten der finsteren Nacht, sind die Zeichen hellen Tages am Himmel gemalt“, heißt es da im Schlusschor, den George Petrou (Musikalische Leitung) nachdenklich und leise, am Schluss sogar ohne jegliche Orchesterbegleitung verklingen lässt. „Musikalische Sternstunde“ titelte die Neue Musikzeitung und lobte besonders das „Tenorfeuer“ von Juan Sanchoals Bajazet.

Für das Eröffnungs-Oratorium „Solomon“ mit Lena Sutor-Wernich in der Titelpartie, gab es Standing Ovations. Und auch das Galakonzert mit der Schwedin Ann Hallenberg sorgte für „berauschende musikalische Momente“ (Göttinger Tageblatt). Neben dem traditionsreichen FestspielOrchester Göttingen und seinem Musikalischen Leiter George Petrou, der sich im Rahmen eines Lunchkonzertes dem Göttinger Publikum auch von Nahem als Pianist präsentierte, wurde ebenfalls dessen Vorgänger Nicholas McGegan bei seinem Geburtstagskonzert gefeiert. Neben großer Oper und großen Stimmen waren es besonders die intimeren Konzertformate, die den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen ihre besondere Würze verliehen haben.

Am Freitag, 5.9., wird ein Mitschnitt der Festspieloper „Tamerlano“ als Open Air-Kino im Freibad am Brauweg gezeigt. Darüber hinaus werden ausgewählte Inhalte kostenfrei auf dem Händel-Channel unter https://www.haendel-channel.de/de/ zur Verfügung gestellt. Auch im Radio werden die Händel-Festspiele zu erleben sein. NDR Kultur sendet im Juni gleich drei Mitschnitte von Konzerten der Festspiele: „Solomon“ (13.6., 20 Uhr), das Preisträgerkonzert der „göttingen händel competition“ mit La Mandorle (15.6., 21.30 Uhr) und „Congrats, Nic McGegan!“ (29.6., 13 Uhr). Die nächsten Internationalen Händel-Festspiele Göttingen finden vom 14. bis 25. Mai 2026 statt. Der öffentliche Vorverkauf beginnt für ausgewählte Veranstaltungen am 28.11.2025.

Text leon Battran
Bild Alciro Theodoro da Silva

Land stellt Geschäftsführung der Meyer Werft von Schadenersatzrisiko bei Ems-Überführung frei, um Aufträge ab 2030 abzusichern

Die Niedersächsische Landesregierung beabsichtigt, die Geschäftsführung der Meyer Werft vom Risiko einer Verwehrung oder Verzögerung der Überführungsgenehmigung für große Schiffe auf der Ems ab dem Jahr 2030 freizustellen. Damit unterstützt die Landesregierung die weitere Stabilisierung des Unternehmens, das durch diesen Beschluss langfristig Aufträge annehmen kann. Zu diesem Zweck hat das Kabinett am (heutigen) Montag das Finanzministerium und die Geschäftsführung der Hannoverschen Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG) ermächtigt, die dafür notwendigen Gesellschafterbeschlüsse zu treffen.

Für die Überführung größerer, von der Meyer-Werft gebauter Schiffe in die Nordsee muss die Ems angestaut werden. Die Möglichkeit zur Nutzung des Emssperrwerks bei Gandersum ist durch Planfeststellungsbeschlüsse bis Ende 2029 sichergestellt. Um Überführungen über diesen Zeitpunkt hinaus zu ermöglichen, muss erneut ein Antrag zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses zum Sperrwerk gestellt werden. Das Verfahren wurde bereits angestoßen, Antragssteller ist der Landkreis Emsland. Die Nutzung der Ems für solche Überführungen ist auch im Masterplan Ems 2050 angelegt.

Angesichts der langen Planungs- und Bauzeit großer Kreuzfahrtschiffe muss die Meyer Werft bereits jetzt Liefervereinbarungen mit Kunden abschließen, die über 2029 hinaus gehen. Daraus ergibt sich für die Geschäftsführung das Risiko, für Schäden persönlich zu haften, falls die Genehmigung ab 2030 ausbleibt oder sich verzögert. Da die Geschäftsführung der Meyer Werft auf Dauer und Ausgang des Verfahrens nur sehr begrenzten Einfluss hat, möchte sie dieses Risiko nicht tragen und bittet daher um eine Ermächtigung von Seiten der Gesellschafter. Diese Ermächtigung führt zu einer Haftungsfreistellung der Geschäftsführung vom finanziellen Risiko, das sich aus der ausstehenden Nutzungsgenehmigung ab 2030 ergibt.

Die Anteile des Landes Niedersachsen an der Meyer Werft GmbH hält die HanBG als Gesellschafterin. Sie kann wegen der Bestimmungen in ihrem Gesellschaftsvertrag einen solchen Beschluss nur nach vorheriger Zustimmung des Kabinetts fassen. Die Entscheidung des Kabinetts hat keinen Einfluss auf das eigentliche Genehmigungsverfahren, das davon unabhängig durchgeführt wird.

Für das Land ist es von besonderer Bedeutung, dass die Meyer Werft ihren Geschäftsbetrieb unterbrechungsfrei auch über den 31.12.2029 hinaus langfristig fortführen kann, um die Sanierung und den Bestand des Unternehmens abzusichern.

Text Nds Staatskanzlei 
Bild von Karsten Paulick auf Pixabay